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Fallstudie Abnehmen: mit Sport leichter?
24. Mai 2016

Bist du manchmal wütend auf Dich selber? Schimpft Dein innerer Kritiker wie ein Rohrspatz? Vorsicht, denn so blockierst Du Dich. Wäre es nicht toll, unbeschwert loszulegen?

Spannend ist, dass diese Vorverurteilung nicht von außen kommt, sondern oft von innen: von Dir selbst.

Abnehmen, Übergewicht und innere Kritik

Aber nicht nur von anderen sondern auch von Dir selber!

Machst Du Dich manchmal selber fertig? Natürlich nicht unbedingt laut, aber was geht zum Beispiel in Deinem inneren Dialog vor sich? Bist Du da immer lieb und nett? Ich wars früher nicht. Denkst Du vielleicht folgendes über Dich?

 

Innere Kritik Nr. eins: Ich kann nicht abnehmen, weil ich zu willensschwach bin

Keine Willensstärke? Ich kann das nicht bestätigen. Ich stelle immer wieder fest, wozu meine Klientinnen im Stande waren, um alles Erdenkliche zu versuchen. Zum Beispiel immer wieder aufs Neue dem Diätplan folgen oder sich mit etlichen Kilos zuviel zum Sport zu bewegen. Frage Dich selber: ist es wahr, dass es dann mangelnde Willensstärke ist? Ich finde, Du solltest Deine Zweifel über Bord werfen. Es ist eine Meisterleistung, tagelang von Shakes zu leben oder viel zu wenig zu essen. Das das nicht klappt, liegt nicht an mangelndem Willen sondern an der miesen Diät-Strategie.

 

Innere Kritik Nr. zwei: Ich bin nicht sportlich genug

Sport aus Spaß oder als Muss? Das ist ein Unterschied!

Als schlanker Mensch geht man zum Sport, weil ein gewaltiger Spaßfaktor der Motor ist. Somit verknüpft sich dieses Erlebnis mit positiven Gefühlen. Stell Dir vor, Du müsstest hin gehen, um ein Ziel zu erreichen. Also aus „Vernunft-Gründen“, denn es ist nicht immer der pure Spaß… Ich selber habe es erlebt, im Sportkurs die Dickste zu sein. Und der Sport fand in einem Kursraum mit Spiegel statt! Also ich habe mich mehrfach überwinden müssen und meine Stimmen im Kopf hatten tausend Gründe parat, um beim nächsten Mal „einfach keine Zeit mehr dafür zu haben“. Ich habe großen Respekt vor meinen Coaching-Teilnehmern und vor allen da draußen, die das durchleben und durchziehen. Glaube mir, es entstehen nicht immer nur positive Gefühle. Diese Gefühle umzuwandeln durch die eigenen Gedanken ist nicht immer einfach. Im Coaching arbeiten wir oft an diesen Dingen, den die Transformation des Inneren ist entscheidend.

Trotzdem gehört eine große Portion Disziplin und Willensstärke dazu. Denn Durchziehen muss es aber derjenige allein. Sich nach der Arbeit oder nach einem bewegten Alltag noch aufzuraffen, die Sporttasche zu packen und los zu starten. Respekt an all die, die sich für ihre Ziele in Bewegung setzen! Auch für Dich, falls Du zu den etwas Pfundigeren gehörst, und für mich (das habe ich gelernt, juchu!). Das gute daran: mit der richtigen Strategie, wird das Spiegelbild von Training zu Training schöner!

 

Innere Kritik Nr. drei: ich  bin so diziplinlos

Disziplin beim Essen gehen

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man nicht bestellen mag, was man eigentlich möchte: stell Dir vor, Du sitzt im Restaurant mit Deinen Freunden, Geschäftspartnern oder was auch immer. Du darfst aufgrund Deiner Stimmen im Kopf nicht das bestellen was Du möchtest, sondern nur das, was am „Vernünftigsten“ ist.

Weil Deine innere Stimme Dir sagt: „was soll denn Dein Gegenüber von Dir halten, wenn Du jetzt so eine Kalorienbombe bestellst?“ Also bleibst Du lieber bei Salat ohne Dressing und Wasser. Falls Du darauf Appetit hast, kein Problem! Aber hast Du das wirklich? Oder handelst Du völlig fremd bestimmt und zwanghaft?

Mir hat essen erst wieder richtig Spaß gemacht, nachdem ich meine Ernährung so umstellen konnte, dass es nicht mehr nur ein Vernunft-Essen war. Dass ich entscheiden konnte, worauf ich Lust hatte. Denn mit der Ernährung nach der Logi-Methode lernte ich, meine Mahlzeit so zusammen zu stellen, dass sie unterkalorisch blieb. So nahm ich ab. Aber mit Genuss! Und das ist der gr0ße Unterschied. Ich war ein „Selbstentscheider“. Das unterschied mich von den zwanghaften Diäthaltern, die letztlich wieder aufgeben. Aber dieses passiert nicht aus mangelnder Willensstärke oder Durchsetzungsvermögen. Sondern weil sich der Mensch nicht dauerhaft fremd bestimmen lässt. Darüber zu urteilen ist nicht angebracht, vor allem nicht, wenn es noch nicht selber durchlebt wurde.

Also wenig diszipliniert? Ne, ne, das ist schon ne harte Nummer, wenn man immer „vernünftig sein“ muss. Aber es muss nicht so sein. Mit der FigurZoom Strategie umgeht man das Zwanghafte und gerade deshalb geht es ganz leicht.

 

Innere Kritik Nr. vier: ich kann das nicht durchhalten

Es dauert zu lange, dann fange ich gar nicht erst an. Denkst Du so über Dich? Das Du es nicht packst?

Jede Anstrengung lohnt sich trotzdem! Fange ruhig an:

Ja, als ich eine zeitlang durchgehalten habe, haben sich dann erste Veränderungen gezeigt und das hat so motiviert! Es geht schnell, das man sich selber viel leichter und beweglicher fühlt. Und zwar nicht erst, wenn man Größe 38 trägt! Der Effekt setzt ziemlich zügig ein und es lohnt sich, dieses Gefühl zu erleben. Also bitte motiviere Dich so gut es geht durch die Anfangszeit zu kommen. Es wird besser!

 

Innere Kritik Nr. fünf: das schaffe ich eh nicht!

Wie oft habe ich das schon gehört, dass meine Klienten sagen, sie hätten nicht nur Motivation von ihren Lieben bekommen… Unfassbar.

Sogar Ärzte (zum Glück nicht alle) haben diesen Satz schon gesagt. „Das schaffen Sie eh nicht.“ Was passiert, wenn Du diesen Satz hören würdest? Wenn Du Dich traust, von Deinem Projekt zu erzählen, und Du erntest diesen Satz? Was würdest Du denken?

Ich bin davon überzeugt, dass ALLES möglich ist. Keiner kann wissen, wozu jemand fähig ist, wozu DU fähig bist. Diese Bremse ist so unnötig. Ich erlebe es in meiner Praxis jeden Tag. ALLES ist möglich!

Was ein Mensch zu leisten vermag, weiß keiner im Voraus! Keiner. Kennst Du den Satz „erst wird´s verlacht, bis es einer macht!“ Also… es passieren tagtäglich Dinge, die vorher unmöglich schienen. Und dann geht´s auf einmal doch. Zeig´s den Zweiflern! Jetzt erst recht! Es wird seine Zeit brauchen, aber wie oben schon erwähnt, es fühlt sich schnell besser an! Und dieses Gefühl motiviert mehr und fühlt sich toller an, als ein Stück Schokolade lecker sein kann.

 

Innere Kritik Nr. sechs: ich kann mich nicht beherrschen!

Klingt das nach totaler „Verfressenheit“? Ja, ich war auch nicht sehr nett mit mir in meinem inneren Dialog.

Aber: Kein Mensch isst aus Spaß Unmengen in sich hinein. (Es sei denn, es liegt eine Essstörung vor und dann ist es erst recht nicht aus Spaß). Meistens baut sich Übergewicht schleichend auf. Mit einem Plus von unter 100 kcal am Tag. Das sind nur ein paar Happen zuviel. Mangende Bewegung kommt dann dazu. Davon sind wir fast alle betroffen, denn unsere Jobs sind oft sehr bewegungsarm.

Dafür aber mit hohem Stressfaktor, der für hohe Cortisol-Level sorgt (Cortisol = Stresshormon). Diese hohen Level sorgen für mehr Appetit. Ein Teufelskreis, denn für den Sport, der diese Werte abbaut, hat man keine Zeit. Du bist unausgeglichen, weil Dir der Sport fehlt und weil Dir alles zuviel wird. Dein schneller Trost: Schokolade und Co. Noch mehr Kalorien und noch mehr Unzufriedenheit, weil sich dieser Tröster auf die Hüften schlägt…

Du siehst, es gehört nicht viel dazu, um schleichend mehr Gewicht aufzubauen. In der heutigen Zeit ganz besonders.

Ist es vielleicht emotionaler Hunger?

Manches Mal ist Übergewicht ein Tröster, einer der immer Zeit für Dich hat. Vielleicht hast Du unerfüllte Bedürfnisse irgendwelcher Art? Vielleicht bist du unglücklich, hast Kummer? Dann isst Du, um eine Emotion zu stillen.

Es hat seinen Grund, warum sich viele mit Schokolade oder ähnlichem regelrecht betäuben. Lecker im Mund, schnell ist ein tolles Wohlgefühl da, verknüpft mit einem vielleicht erlebten Ereignis aus der Vergangenheit. Ein schnell erlebtes Stückchen Glück. Doch zu einem hohen Preis, die Rache kommt auf der Waage und vor dem Spiegel. Und dann fühlst Du Dich erneut schlecht… und wer ist Dein Tröster?

Das, was Dir in der Vergangenheit geholfen hat, über irgendwas hinweg zu kommen, hat seinen Nutzen gehabt. Es ist okay. Aber jetzt ist es an der Zeit, den Ballast von damals abzuwerfen und es sich leichter zu machen! Es ist Zeit, das Dein Leben in die Hand zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen.

Mein Herzestipp: Gib der Emotion die Aufmerksamkeit, die sie braucht.

Ach, ich könnte noch ewig schreiben, aber Du hast wahrscheinlich längst gemerkt, worauf ich hinaus will: ein bisschen weniger Vorurteil, ein bisschen mehr Verständnis für Dich und wie Du Dich in bestimmten Situationen verhältst, ein bisschen mehr Hilfestellung und Motivation.

Und falls Du etwas ändern willst: Traue es Dir erst einmal zu! Schließe Frieden mit den Verhaltensweisen, die nützlich für Dich waren und nun mal Spuren hinterlassen haben. Aber jetzt ändere was und ordne Deine Sterne neu. Und sprich zu Dir mit größmöglichstem Respekt, denn Du hast es verdient!

Lebe Dein Leben und fühle Deine Emotionen, sie sind sowieso nicht mit Schokolade zu betäuben.

Viel Spaß dabei und freue Dich auf Dein neues Ich!

Bis bald,

Sonja

 

 

 

 

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